Synagogenbesuch:Lebendiger Glaube auf scherbenreicher Geschichte

Zu einem lehrreichen und spannenden Besuch waren am 21. September rund 20 junge Leute zu Besuch in der Bonner Synagoge. „Wir gehen auf Scherben“, erklärte der Religionslehrer der Gemeinde den Besuchern mit Blick auf den Holocaust und antisemitische Übergriffe aus der jüngeren Zeit. Umso wichtiger war es ihm und der Gemeinde-Vorsitzenden Dr. Margaret Traub, sich als offene Gemeinde zu präsentieren und mit der Campanile-Gruppe ins Gespräch zu kommen. Dabei kam den beiden Gastgebern auch ihre kurzweilige Art zugute, die keine Langeweile aufkommen ließ.
Campanile-Gruppe besucht Bonner Synagoge
Campanile-Gruppe besucht Bonner Synagoge
Datum:
1. Sep. 2021
Von:
Christian Jasper

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland entdecken

Toraschrein der Bonner Synagoge
Toraschrein der Bonner Synagoge

Zu einem lehrreichen und spannenden Besuch waren am 21. September rund 20 junge Leute zu Besuch in der Bonner Synagoge.
„Wir gehen auf Scherben“, erklärte der Religionslehrer der Gemeinde den Besuchern mit Blick auf den Holocaust und antisemitische Übergriffe aus der jüngeren Zeit. Umso wichtiger war es ihm und der Gemeinde-Vorsitzenden Dr. Margaret Traub, sich als offene Gemeinde zu präsentieren und mit der Campanile-Gruppe ins Gespräch zu kommen. Dabei kam den beiden Gastgebern auch ihre kurzweilige Art zugute, die keine Langeweile aufkommen ließ.

 

Synagogenbesuch zum Laubhüttenfest
Synagogenbesuch zum Laubhüttenfest

So ging es nicht nur um den jüdischen Festkalender, die 613 alttestamentlichen Gebote oder praktische Schwierigkeiten jüdischen Lebens in Bonn (es gibt kein koscheres Restaurant). Zum Beginn des jüdischen Laubhüttenfestes, das dem christlichen Erntedank-Fest ähnelt, konnte die Gruppe außerdem die Laubhütte im Garten hinter der Synagoge besichtigen.


„Wer sich für das jüdische Leben in Deutschland interessiert und im besten Fall auch Kontakt zu Jüdinnen und Juden in der Umgebung hat, leistet damit einen großen Beitrag gegen Antisemitismus“, stellte Stadtjugendseelsorger Christian Jasper abschließend fest. Es sollte im besten Sinne selbstverständlich und „normal“ sein, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland leben und ihre Religion auch öffentlich ausüben können. „Dafür tragen wir alle Verantwortung!“


Das laufende Aktions- und Festjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben" in Deutschland bietet dazu zahlreiche Gelegenheiten.

Gottesdienstanmeldung