Helfen nach der Hochwasser-Katastrophe:Campanile-Gruppe packt mit an - bewegender und erfüllter Tag in Ahrweiler

Mit 15 jungen Leuten aus Bonn waren wir am Donnerstag, 22. Juli, in Ahrweiler und haben beim Aufräumen geholfen. Auch eine Woche nach dem Hochwasser sah es in vielen Häusern immer noch katastrophal aus. Zugleich war es ermutigend, die Solidarität und Dankbarkeit unter Betroffenen und Helfern zu erleben. Hilfe ist auch weiterhin nötig!
Hochwasserhilfe in Ahrweiler
Hochwasserhilfe in Ahrweiler
Datum:
23. Juli 2021
Von:
Christian Jasper
Bonner Helfergruppe in Ahrweiler
Bonner Helfergruppe in Ahrweiler

Mit 15 jungen Leuten aus Bonn waren wir am Donnerstag, 22. Juli, in Ahrweiler und haben beim Aufräumen geholfen. Auch eine Woche nach dem Hochwasser sah es in vielen Häusern immer noch katastrophal aus. Stellt euch vor, in Eurer Wohnetage und im Keller wäre nichts mehr zu gebrauchen. Nichts. Alles Schrott.


Zugleich war es ermutigend, die Solidarität und Dankbarkeit unter Betroffenen und Helfern zu erleben.
Wenn man Städte wieder aufbauen, Existenzen neu beginnen, die Schöpfung retten kann und will, dann nur gemeinsam! Was für ein anstrengender, bewegender, aber auch erfüllter Tag!

Eindrücke vom Hilfe-Tag an der Ahr

Zerstörung und Aufräumen in Ahrweiler
Zerstörung und Aufräumen in Ahrweiler

Stadtjugendseelsorger Christian Jasper hat dazu in seinem Blog geschrieben:

Die Fernsehbilder aus den Hochwasser-Gebieten zwischen Eifel und Ahr fand ich schon schockierend und herzzerreißend, vor Ort ist es noch viel schlimmer.
Einerseits. Heute war ich mit 15 jungen Leuten in Ahrweiler, um beim Aufräumen zu helfen. Wir haben etwa Erdgeschoss und Keller eines Eiscafés ausgeräumt, wo der Inhaber nach dem Lockdown erst letzte Woche das Lager aufgefüllt hatte: hunderte Tetrapaks Milch, Sahne, Likör – alles mit einer dicken, stinkenden braunen Brühe überzogen. Im Keller standen wir immer noch mehr als Knöcheltief im Schlamm - ohne elektrisches Licht oder gar fließendes Wasser zum Saubermachen. Von den vielen zerstörten Existenzen und den Toten ganz zu schweigen…
Andererseits. Die Stimmung beim Aufräumen war bewundernswert gut. Fast alle, denen man auf der Straße begegnete, waren hilfsbereit und geradezu gut gelaunt. Immer wieder ergaben sich Momente für kurze, aber doch auch tiefe Gespräche und am Ende verabschiedeten sich viele mit den Worten „Bis morgen“.
Selbst wenn der Schlamm beseitigt und die Häuser leergeräumt sind, wissen viele noch nicht, wie und wann es weitergehen soll. Doch bei aller Verzweiflung war viel Gottvertrauen zu spüren: „Irgendwie werden wir auch das gemeinsam schaffen!“


PS: Wenn auch Du helfen willst: In den nächsten Tagen ist sicher an manchen Orten noch viel zu tun. Auch für Laien wie mich!   Nur Mut also! Für das Ahrtal gibt es Infos etwa unter www.helfer-shuttle.de

Solidaritätsfonds der KJA Bonn
Solidaritätsfonds der KJA Bonn

Solidaritätsfonds

Seit vielen Jahren können wir mit unserem KJA-Solidaritätsfonds Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in finanziellen Notlagen unterschiedlichster Art unterstützen.

In der aktuellen Situation und den dadurch verursachten Nöten wollen wir den Solidaritätsfonds für schnelle und unbürokratische Hilfe bei betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familie im Kreise der Schulkinder, Besuchenden, Klient*innen und Teilnehmenden z.B. auch von Ferienmaßnahmen zur Verfügung stellen.

Daher freuen wir uns über jede mögliche finanzielle Unterstützung zu Gunsten des Solidaritätsfonds.

Diese kann gehen an:

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